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Das OSTERFEST 2020 werden wir wohl unser Leben lang nicht vergessen!

Nicht einmal in Kriegs- und Verfolgungssituationen gab es so drastische Einschränkungen für das gottesdienstliche Leben wie derzeit. Die Einschränkungen im öffentlichen und persönlichen Leben passten zwar gut zur Österlichen Bußzeit, doch umso schmerzlicher war es, dass wir das Osterfest als Höhepunkt des ganzen Jahres nicht liturgisch gemeinsam feiern konnten. Gemeinschaft – auch im Gebet – kann derzeit nur in bewusster Distanz erlebt werden. Während nun die einen erleben, dass es ja auch ganz ohne geht, spüren die andern umso stärker, dass die liturgische Versammlung der Gemeinde für uns als Kirche tatsächlich „systemrelevant“ ist.

Die Periode von Ostern bis Pfingsten gehört zu den geprägten Zeiten. Dementsprechend führen die Evangeliums Lesungen in der Osterzeit die Freude über die Auferstehung Jesu vor Augen. Doch auch in diesen Tagen sind Menschen auf dem Weg zu Gräbern. Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben. Geliebte, Kinder, Eltern sterben, oft jäh an Covid-19 und zu früh. Kriege werden geführt, in hasserfüllter Verblendung vertreiben die einen die anderen, und wer sollte darin einen Sinn entdecken?

Wir aber bezeugen mit Maria Magdalena und den anderen Gläubigen die Auferstehung des HERRN. Ostern feiern wir als Hochzeit der erneuerten Kräfte und des gestärkten Mutes. Es ist das Fest der Hoffnung, die uns trägt: Christus ist uns vorausgegangen in das unvergängliche, das ewige Leben, das Gott denen schenkt, die IHN lieben. Und wie Gott seinen eigenen Sohn freisprach, so auch uns. Wir glauben Gott, der dem Tod die Macht nimmt. Und wir vertrauen Jesus, dem Auferstandenen. Wir verzagen nicht angesichts des Dunkels in der Welt, sondern gehen mit dem Licht, das Christus angezündet hat, durch unsere Zeit. Mitten unter uns ist seine Kraft mächtig.

Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?

Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken.

Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. (GL 336)

Eine wahrhaft frohmachende und von GOTT gesegnete österliche Festzeit wünscht Ihnen

allen von ganzem Herzen

 

Ihr Pfarrer Siegbert G. Schindele.