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An die Menschheitsfamilie

Ihr Lieben!

In diesen Zeiten erlebt ihr eine harsche Prüfung. Ich weiß, was ich euch da zugemutet habe. Aber glaubt mir, dies ist mir nicht leicht gefallen. Aber ich sah keinen anderen Ausweg, als in dieser Form einer Pandemie die Notbremse zu ziehen. Schließlich wisst ihr seit Jahrzehnten, dass ihr über eure Verhältnisse lebt und die natürlichen Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und letztlich auch für euch Menschen immer mehr bedroht sind. Erdüberhitzung und Klimakatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Orkane etc. bewirkten ebenso wenig wie 22 Weltklimakonferenzen, die außer schönen Beschlüssen keine Verhaltensänderungen hervorriefen. Selbst die wunderbare Enzyklika von Papst Franziskus "Laudato Si" ist offensichtlich wirkungslos verpufft.

Am 29. Juli 2019 war "Erderschöpfungstag", d.h. die Zeit bis 31. Dez. habt ihr also auf Kosten der Natur und der kommenden Generationen gelebt. Immer mehr Pflanzen- und Tierarten stehen auf den "Roten Listen" oder sind bereits ausgestorben. Und glaubt mir: Wenn die Lebensräume für eure pflanzlichen und tierischen Mitgeschöpfe immer enger und tödlicher werden, dann werden sie über kurz oder lang auch für euch, liebe Menschheitsfamilie, immer enger und tödlicher. Denn auch ihr lebt schließlich von den "Früchten der Erde", von gesunder Luft, Wasser und von der dünnen Schicht fruchtbarer Erde.

Also habt Verständnis für diese Notbremse. Sie ist vergleichbar mit dem schmerzlichen OP-Eingriff eines Arztes, um ein größeres Übel zu beseitigen. Ich hoffe, dass damit künftig die gewaltsame Überschreitung meiner natürlichen Grenzen gestoppt wird. Wenn diese Zeit der Prüfung für euch vorbei ist, kann und darf es kein "weiter so wie vorher" geben. Besinnt euch mehr auf das Wichtige und Wertvolle eures Lebens! Verabschiedet euch von dem Hamsterrad des "immer mehr" und beherzigt den Rat des Hl. Franz von Assisi sowie des gleichnamigen Papstes: "Geht singend voran! Mögen eure Kämpfe und Sorgen um diesen Planeten euch  nicht die Freude und die Hoffnung nehmen!" (LSi 244)

Eure treusorgende Mutter Erde

in die Feder von Sepp Rottenaicher diktiert