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Wir tragen eine große Verantwortung

Liebe Mitchristen,

die Enzyklika Laudato Si’ von Papst Franziskus lehrt uns, wie wir gemeinsam unsere Welt achtsam behandeln können, um ihre Schönheit  und Vielfalt und unser aller Lebensraum zu erhalten. Jetzt, fünf Jahre nach ihrer Veröffentlichung, vereinigen sich Katholiken weltweit für eine gerechte und nachhaltige Zukunft in der Laudato Si’-Woche vom 16. bis 24. Mai.  

Der Schutz der Natur, die Sor­ge für die Men­schen  und die Situa­ti­on der Armen und Unter­drück­ten sind unmit­tel­bar mit­ein­an­der ver­bun­den. Papst Franziskus ruft auf, ​„sorg­sam und respekt­voll mit der Schöp­fung zu leben, im kla­ren Bewusst­sein ihrer Gren­zen, das jeden Miss­brauch ver­bie­tet“ (Querida Amazonia, QA 42). Er fordert uns auf, ​„einen ande­ren Lebens­stil anzu­neh­men, der weni­ger uner­sätt­lich ist, ruhi­ger, respekt­vol­ler, weni­ger ängst­lich besorgt und brü­der­li­cher“ (QA 58).

Was ich für mich immer wieder überdenken kann: den eigenen Kon­sum, jede Kauf-Entscheidung, Reisen und Mobilitätsverhalten, Energieverbrauch, Nachhaltigkeit. Und die Frage stellen, unter welchen Umständen wurde dies hergestellt, wer zahlt den Preis (die Umwelt, ausgebeutete Arbeiter in armen Ländern…)?

Es ist Zeit, unseren Kurs zu korrigieren und neue Wege zu gehen. Nach der Pandemie muss es eine ande­re Normalität geben, als wir sie bisher kennen. Wirt­schaft und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se müs­sen so gestal­tet wer­den, dass sie ein men­schen­wür­di­ges Leben für alle gewähr­leis­ten und auch zukünf­ti­gen Genera­tio­nen gerecht wer­den. Die natür­li­chen Res­sour­cen müs­sen geschützt wer­den. Schöp­fung und Umwelt dür­fen nicht mehr rück­sichts­los wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen geop­fert wer­den. Den Kli­ma-Schutz müs­sen wir genau­so ernst neh­men wie die Infektionsgefahr und ent­schlos­sen und welt­um­span­nend handeln.

„Es ist gut für euch, dass ich weggehe, denn dann kann der Beistand kommen“ sagt Jesus im Evangelium, das wir gestern gehört haben. Gemeint ist der Heilige Geist, auf dessen Hilfe wir als Christen hoffen. Ich bitte den Heiligen Geist jeden Tag im Gebet, dass er mir hilft, meine Aufgaben in dieser Welt gut zu erfüllen, dazu gehört auch, Sorge zu tragen für unsere (Um-)Welt.

Große Ziele erreichen wir nur gemeinsam und in kleinen Schritten. Und nur, wenn ganz viele mitmachen. Das tägliche Gebet hilft mir dabei, die wichtigen Ziele im Auge zu behalten, und trotz der Rückschläge immer wieder Beistand zu bekommen.

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht

Ihre Katharina Wolf, PGR-Vorsitzende in Eschenlohe