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Fragen an Dekan Siegbert Schindele

  1. Wie haben Sie erfahren, dass Sie zum Dekan ernannt wurden?   Bereits Anfang Mai 2020 hatte ich als Prodekan die Aufgabe, alle Welt-, Ordenspriester, Ständige Diakone und die hauptberuflichen pastoralen Laienmitarbeiter/-innen, die im Dekanat Benediktbeuern mit Dekret tätig sind, sowie den Dekanatsratsvorsitzenden und seine Stellvertreterin zur Vorschlagswahl einzuladen. Sie sollten in wertender Reihenfolge drei Priester des Dekanats für die Nachfolge von Dekan Robert Walter vorschlagen. Am 10. Juni wurde ich morgens um 8:05 Uhr von Generalvikar Harald Heinrich angerufen, mit der Nachricht, dass unser wenige Tage zuvor geweihter Bischof Bertram nach Würdigung der Vorschläge, mir die Aufgabe des Dekans anvertrauen möchte. „Bist du bereit, das Amt zu übernehmen?“ – so die Frage des Generalvikars.
  2. Was ist eigentlich ein Dekanat und welche Aufgaben hat ein Dekan?    Das Dekanat ist ein Zusammenschluss mehrerer benachbarter Pfarreien bzw. Pfarreiengemeinschaften. Dem Dekanat steht der Dekan vor und vertritt es nach außen. In jedem Dekanat finden regelmäßige (monatliche) Versammlungen statt: Dekanatskonferenzen, Konferenzen der leitenden  Pfarrer, Dies und Recollectionen. Darüber hinaus finden Zusammenkünfte des Dekanatsrates der Katholiken statt. Auf der Ebene des Dekanats wird die pastorale Zusammenarbeit der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften und der kategorialen Seelsorge gefördert und organisiert bzw. abgestimmt. Der Dekan ist ein Priester, der einem Dekanat vorsteht. Der Dekan ist Vertreter des Diözesanbischofs im Dekanat. Ebenso vertritt er die Anliegen des gesamten pastoralen Personals des Dekanats beim Diözesanbischof und beim Bischöflichen Ordinariat. Bei der Wahrnehmung seines Amtes ist der Dekan an die Weisungen des Diözesanbischofs und des Generalvikars gebunden. Der Dekan ist Mitglied der Dekanekonferenz unter dem Vorsitz der Ortsordinarius, die sich mindestens zweimal pro Jahr trifft. Der Dekan ist Leiter des Dies, der Dekanatskonferenz, der Konferenz leitender Pfarrer und Vorgesetzter der für das Dekanat angewiesenen Mitarbeiter.
  3. Freuen Sie sich auf die neue Aufgabe?   Wenn Gott mir die nötige Gesundheit schenkt, bin ich gerne bereit, in den nächsten sechs Jahren diese zusätzliche Aufgabe, so gut ich kann, auszufüllen.
  4. Haben Sie schon Pläne, was Sie auf Dekanatsebene umsetzten wollen?    Gemeinsam mir Dekan Robert Walter (requiescat in pace!) durfte ich in den vergangenen fünf Jahren als Prodekan einige Prozesse begleiten und manche seiner Ideen umsetzen helfen. Diese Aktivitäten möchte ich im Gespräch mit den Mitgliedern der Dekanatskonferenz reflektieren und je nach Wunsch weiterführen bzw. auch „sterben“ lassen.  Dasselbe gilt für den Dekanatsrat, den ich frühestens im Herbst konsultieren kann. Mit beiden Konferenzen werden wir die Jahresplanung besprechen und gerne neue Ideen und Wünsche aufnehmen.
  5. Wenn Sie träumen dürften, was wünschen Sie sich für unser Dekanat?   „Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum!“ Diese Aufforderung begleitet mich seit meiner Jugendzeit. Daher ist mein Traum für das Dekanat wie für die gesamte Kirche eine schrittweise Annäherung an das Evangelium Jesu Christi. Wenn wir alle an unserem Platz mitbauen an einem Evangelien gemäßen Miteinander, wird es für unserer Zukunft gut bestellt sein. Hier vertraue ich ganz fest auf die Ideen, die uns der Heilige Geist auch weiterhin schenken wird!

Das Gespräch führte Katharina Wolf.