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„Der HERR wird ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen“

– so verkündet es der Prophet Jesaja (25,6-10a). Im Evangelium (Mt 22,1-10) heißt es: „Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!“

Viele von uns erinnern sich gerne an Feiern, an Feste, wo man mit anderen zusammen sich freut und gemeinsam ein paar schöne Stunden verbringt. Ich freue mich dann ganz besonders darauf, wenn ich weiß, dass ich willkommen bin, wenn ich weiß, dass der Gastgeber oder die Gastgeberin sich auf mich freut und mich nicht nur eingeladen hat, weil es sich halt so gehört. Ich freue mich auf die vielen guten Sachen, die vorbereitet sind, die mich erwarten. Ich freue mich auf die Menschen, die ich dort treffen werde, auf die Gespräche mit ihnen, einfach auf ein paar schöne Stunden.

Im heutigen Evangelium hatten die Hörer Sorge, dass das Hochzeitsfest ausfällt. Doch durften sie glücklicherweise doch noch wahrnehmen, dass sich der Hochzeitssaal mit Gästen füllte. Das Fest des Königs, das Fest Gottes fällt also nicht aus, obwohl die Eingeladenen nicht gekommen sind. Jesus verkündete seine Botschaft aus der tiefen Gewissheit, dass Gottes Geschichte mit den Menschen ein gutes Ende nimmt. Gott kommt zu seinem Fest. Die Frage ist, mit welchen Gästen er seine Freude teilen wird.

Wenn wir das Grundbild unseres Gleichnisses aufnehmen, tritt uns eine faszinierende Vorstellung von der Berufung des Menschen entgegen. Es gibt uns Menschen, weil Gott Gäste an seiner Freude wollte und will. Gott dürfen und sollen wir uns denken als einen König mit unermesslichen Reichtümern. Daran will er nicht allein seine Freude haben. Er sucht Gäste, mit denen er feiern kann. Darum rief er uns Menschen ins Leben. Jedem Menschen legt Gott die Einladung zu seinem Fest mit ins Herz. Es ist der letzte Sinn unseres Lebens, dass wir teilhaben sollen an der alle und alles erfüllenden Freude unseres Gottes.

In diesem Bild bedeutet Glaube, dass wir Gottes Einladung vernehmen, sie annehmen und ihr folgen. Glaubend lassen wir uns von dem Ruf Gottes zu seinem Fest ergreifen und machen uns auf den Weg. Das Ziel vor Augen können wir Höhen und Tiefen bewältigen.

Diese Vorfreude auf das Fest ohne Ende wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Siegbert G. Schindele