Ökumene

75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Am 9.April 1945 wurde der evangelische Pastor Dietrich Bonhoeffer hingerichtet.
Seine letzten überlieferten Worte waren:
"Dies ist für mich das Ende, aber auch der Anfang. Ich glaube an das Prinzip unserer universellen christlichen Brüderlichkeit, die über alle nationalen Interessen hinausgeht, und dass unser Sieg sicher ist." 

Herr Sebastian Straßburger (Baptisten-Gemeinde Murnau) hat mit den Garmischer Pfarrer und ehemaligem Leiter des Bonhoeffer-Hauses, Martin Dubberke, das folgende Interview geführt. Es findet sich auf Youtube unter: https://www.youtube.com/watch?v=wHwykdHtGpM

 

Gebet:
In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden.
In mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt
Den rechten Weg für mich.

Neujahr 1945
Von guten Mächten treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar, - 
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr. -

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
Noch drückt uns böser Tage schwere Last,
Ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
Das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
Dann woll'n wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
Die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns breitet,
All Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag. -

Aus: Dietrich Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung (Gütersloh 1998)

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Warum mir Ökumene wichtig ist!

In einer Welt der Nationalismen und der Protektionismen ist die Einheit der Christen umso wichtiger geworden. Ökumene ist kein kirchliches Wahlfach, sondern Kernauftrag der Christen (Alle sollen eins sein: So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast – Johannes 17,21.23)

Pfarrer Andreas Fach, Evangelische Kirchengemeinde

Ökumene heißt für mich: Mit allen Christen über Gemeinsamkeiten des christlichen Glaubens sprechen zu können, Missverständnisse und Vorurteile zu beseitigen und uns gegenseitig zu stärken.

Priester Reinhold Bauer, Neuapostolische Kirche

Die großen Verheißungen des Reiches Gottes, die verwirklichte Gerechtigkeit und Liebe und der endgültige Völker-Friede stehen noch aus und werden von immer weniger Mitmenschen ersehnt. Daher müssen sich alle christlichen Kirchen demütig darum bemühen, immer mehr dem Anspruch der einen wahren Kirche Jesus Christi gerecht zu werden.

Pfarrer Siegbert G. Schindele, St. Nikolaus

Mir ist Ökumene wichtig, weil mir Jesus wichtig ist, und den gibt’s nur einmal. Als kleine Gemeinde setzen wir uns nach unseren Möglichkeiten in Projekten ein, die es Menschen ermöglichen, Jesus kennenzulernen. Ziel der Ökumene ist aus unserer Sicht, Menschen innerhalb und außerhalb der Kirchen mit Jesus bekannt zu machen.

Pastor Sebastian Straßburger, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)

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Der Fisch  ΙΧΘΥΣ (ICHTHYS JesusChristusGottesSohnErlöser) ist eines der ältesten christlichen Symbole. Wir greifen also auf die Zeit zurück, wo es noch kein Schisma (Glaubensspaltung) gab.

Jede Murnauer Kirchengemeinde ist durch einen andersfarbigen Fisch dargestellt. Jeder Fisch hat seine eigene Dynamik.

Die Farben rot, grün und blau sind Grundfarben des Lichtspektrums. In der Mischung entsteht weiß.

Die Fische ergänzen sich und bilden sowohl als Farben aber auch in ihrer Formation eine Einheit – das Kreuz. Leben (Fisch) und Tod (Kreuz) sind nicht getrennt, sondern gehören zusammen.

Die Fische haben entgegengesetzte Richtungen. Die Richtungen stehen für die Realität, die Widersprüche unseres Lebens. Die Widersprüche werden auch durch das Kreuz symbolisiert. In der Mitte (unsichtbar) hängt Jesus Christus, der die Gegensätze nicht nur zusammenhält, sondern diese absorbiert.  

In der Mitte treffen sich die Köpfe der Fische zum Dialog. (Peter Braun)