St. Leonhard zu Froschhausen

Wallfahrtskirche aus dem 14. Jahrhundert

Das Innere der Wallfahrtskirche St. Leonhard ist ein Kleinod feinster Rokoko-Kunst.

Alljährlich am 6. November ziehen am Namenstag des Viehpatrons festlich geschmückte Pferde und Wagen von Murnau nach Froschhausen, wo die Segnung der Tiere und ein Feldgottesdienst stattfinden.

Bereits 1446 wird die Wallfahrtskirche erstmals erwähnt. 1730 setzte man dem Turm das hohe Oktogon und die Zwiebelhaube auf und baute im Kirchenschiff eine neue Empore ein, um die Pilgerströme fassen zu können.

Im Chorfresko wenden sich Fürbitter dem im Himmel erscheinenden Kirchenpatron zu, dazwischen die weite Landschaft mit dem Riegsee und den Ortschaften Froschhausen und Riegsee vor der Alpenkette. Das Deckengemälde im Schiff stellt den hl. Leonhard in der Einöde von Noblac dar, wo er eine Kapelle und ein Kloster errichteten ließ.

Der Choraltar zeigt die Figur des hl. Leonhard im Zentrum sowie Gottvater in der Glorie. Seitlich zwischen den Säulen stehen die späteren Figuren der Anna Selbdritt und des hl. Christophorus. Die Seitenaltäre nehmen im Norden ein Gemälde mit der hl. Familie auf, im Süden eines mit der Dreifaltigkeit. Als Urheber dieser feingliedrig und detailreich gestalteten Altäre gelten die Uffinger Kistler Paul und Batholomäus Zwinck.