St. Clemens zu Eschenlohe

Dorfkirche in feinstem Rokoko

Die Eschenloher Kirche St. Clemens  als Zentralbau mit Kuppel auf oktogonalem Grundriss ist wohl eines der letzten Werke Johann Michael Fischers (1692-1766). Die Weihe einer mittelalterlichen Kirche an den frühchristlichen Märtyrer Clemens ist vermutlich darin begründet, dass er bei Sturm, Gewitter und Wassergefahren angerufen wurde, was wohl auf die häufigen Überschwemmungen durch die Loisach zurückzuführen ist.

Bereits 1332 war die Kirche an das Kloster Ettal gefallen, das auch 1764 den spätbarocken Neubau in Auftrag gab. Die Malereien in Chor und Gewölbe stammen von Ignaz Paur.

Presbyterium und Apsis zeigen marmorierte Doppelpilaster, welche die Gewölbe tragen, die vollständig mit in Freskomalerei und Rokokostuck überzogen sind.

Im Deckenrundbild ist das Quellwunder des hl. Clemens dargestellt Das große, kreisrunde Kuppelfresko des Gemeinderaumes zeigt die Glorie des hl. Clemens, der nach Petrus  der vierte Papst war.

Hochaltar und Seitenaltäre wurden in feinstem Rokoko um 1775 gefertigt. Beim Hochaltar dürfte es sich um eine Kistlerarbeit von Bartholomäus Zwinck handeln. Die weißen Altarfiguren – links der hl. Ulrich als Bistumspatron und rechts der hl. Benno für das Herzogtum Bayern, sowie Putti als Allegorien für Glaube und Hoffnung – dürften aus der Werkstatt von Franz Xaver Schmädl stammen.

Das 1774 datierte Altarblatt zeigt die Verherrlichung des hl. Clemens.

Der linke Seitenaltar von Ignaz Paur ist der seit 1697 in Eschenlohe bestehenden Maria-Hilf-Bruderschaft gewidmet und zeigt als Altarbild eine Kopie nach dem Gnadenbild von Lukas Cranach in Innsbruck (1517/25). Der rechte Seitenaltar ist dem Pestheiligen Sebastian geweiht.

Hier kommen Sie zur speziellen Webseite von St. Clemens: https://www.st-clemens-eschenlohe.de/